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By: Eton • 4 minUnsere Grenadine-Krawatten haben ihren Ursprung in Como, Italien. Dort werden sie von Fermo Fossati gewebt, Italiens ältester Seidenweberei und seit Generationen Spezialist für exklusive Krawattenstoffe. Hier wird Seide noch heute auf historischen Holzwebstühlen verarbeitet, die seit fast einem Jahrhundert im Einsatz sind.
Der Prozess ist langsam. In einer Stunde entsteht etwa ein Meter Grenadine-Gewebe. Diese Methode hat aus einem einfachen Grund überdauert: Die charakteristische offene Struktur von Grenadine lässt sich nur durch den Webprozess selbst erzeugen.


Im Gegensatz zur glatten Oberfläche einer klassischen Seidenkrawatte besitzt Grenadine eine offene Webstruktur, die dem Stoff seinen unverwechselbaren Charakter verleiht.
Aus nächster Nähe wird das Gewebe deutlich sichtbar. Aus der Distanz wirkt die Krawatte hingegen bemerkenswert zurückhaltend. Die offene Webart fängt das Licht ein und verleiht einer einfarbigen Krawatte natürliche Tiefe und subtile Struktur.
Es gibt zwei traditionelle Varianten dieser Webart: Garza Fina, mit einer feineren und dichteren Struktur, sowie Garza Grossa, mit einer gröberen und markanteren Textur. Letztere bevorzugen wir wegen ihrer besonderen Tiefe und ihres dezenten Glanzes.

Diese Art von Struktur entsteht nicht im Eiltempo.
Bei Fermo Fossati bewegt sich die Seide mit einer Geschwindigkeit von etwa einem Meter pro Stunde durch die hölzernen Webstühle. Die Maschinen stammen aus einer anderen Zeit: mechanisch, präzise und bis heute außergewöhnlich gut geeignet für die komplexe Webtechnik, für die sie einst geschaffen wurden.
Den historischen Webstühlen bei der Arbeit zuzusehen, erinnert daran, dass Effizienz nicht immer das eigentliche Ziel ist.
Es ist die Webart selbst, die Grenadine ihren unverwechselbaren Charakter verleiht. Beschleunigt man den Prozess, verändert sich unweigerlich auch das Ergebnis.
Sobald der Stoff gewebt ist, wird er zugeschnitten und von Hand zu einer Krawatte verarbeitet. Vom Webstuhl bis zum fertigen Produkt folgt jeder Schritt demselben einfachen Prinzip: dem Material die Zeit zu geben, die es benötigt. Alle Grenadine-Krawatten von Eton werden zudem untipped, also ohne Futter in den Spitzen, gefertigt. Dadurch rückt die besondere Struktur des Gewebes in den Mittelpunkt und die Krawatte erhält einen leichteren, weicheren Fall.


Einfach ausgedrückt: Grenadine ist außergewöhnlich leicht zu tragen.
Die strukturierte Webart verleiht einer einfarbigen Seidenkrawatte mehr Charakter, ohne ein Muster hinzuzufügen. Das Ergebnis ist eine Krawatte, die sich mühelos zwischen formeller Eleganz und entspannter Lässigkeit bewegt.
Zu einem marineblauen Anzug und einem weißen Hemd wirkt sie ebenso selbstverständlich wie zu einem Oxfordhemd und einem ungefütterten Sakko. Dieselbe Krawatte entfaltet dabei einen völlig anderen Ausdruck.
Hinzu kommt ihre bemerkenswerte Tradition. Grenadine-Krawatten waren ein wiederkehrender Bestandteil der Garderobe von Sean Connery als James Bond – ein Beweis dafür, dass ihre Anziehungskraft alles andere als neu ist.
Nur wenige Krawatten bewegen sich so selbstverständlich zwischen formell und leger. Vielleicht liegt genau darin die besondere Stärke der Grenadine: Hinter ihrer scheinbaren Schlichtheit verbergen sich unzählige Stunden handwerklicher Arbeit, jahrzehntelange Erfahrung und außergewöhnliche Präzision. All das fließt in etwas ein, das sich am Ende bemerkenswert leicht und selbstverständlich tragen lässt.

170 CHF
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